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Schleppertreffen 2023

Foto: Michael Wunder
Foto: Michael Wunder

von Michael Wunder

 

Der Wettergott meinte es gut mit den Schlepperfreunden Tschirn, gegenüber den Vortagen hatte es etwas abgekühlt und es blieb vor allem von oben trocken beim diesjährigen Schleppertreffen.

 

Weit über 100 alte Gefährte hatten sich auf der Wiese hinter dem Jugendheim gesammelt, 110 davon nahmen an der Ausfahrt durch das Dorf teil. In Doppelfunktion, namens der Gemeinde und der Schlepperfreunde, begrüßte Bürgermeister Peter Klinger (CSU) die zahlreichen Gäste, unter ihnen auch der stellvertretende Landrat Gerhard Wunder (CSU) und der VG Vorsitzende Frank Jakob (FW). Bei einem Rundgang auf der „Festwiese“ konnten die Traktoren, Bulldogge, Schlepper, MB-Trac`s und Unimogs von den unterschiedlichsten Herstellern mit sehr unterschiedlichen Baujahren vor und nach der Rundfahrt besichtigt werden.

 

Im Anschluss an der Rundfahrt gab es nahe dem Festplatz eine Vorstellung von Fendt und Deutz, den beiden deutschen Traktorherstellern. Peter Klinger informierte die interessierten Besucher dabei zunächst über die jeweiligen Firmengeschichten, wobei Fendt im Jahr 1930 aus einer kleinen Dorfschmiede entstand. Der „Bastler“ Hermann Fendt hatte zuvor mit seinem Vater einen Grasmäher gebaut. Das bayerische Familienunternehmen aus Marktoberdorf gehört seit 1997 zur amerikanischen AGRO die 2009 in AGRO GmbH umfirmierte. Die Firma Deutz wurde 1968 in Lauingen gegründet und gehört seit 1995 zur italienischen SAME- Gruppe. Ein Teil der Traktoren wird noch heute im Werk in Lauingen produziert. Zum Einstieg in die Vorführung hatte man zwei Traktoren mit 15 PS und einen Zylinder vorgestellt. Bemerkenswert dabei ist, dass bei der Einführung der Motorisierung in den 50er Jahren diese Traktoren meist schon ein Balkenmähwert hatten. Die 2 Zylinder Maschinen mit einer Leistung von 20 bis 30 PS hatten einen geschmeidigeren Klang und verfügten ebenfalls über ein seitliches Mähwerk. In den 60er Jahren hatte man dann bereits 3 Zylinder an Bord und rund 35 PS. Von dieser Zeit gibt es noch viele fahrbereite Fahrzeuge. Bis hin zu den heutigen hochmodernen Maschinen, welche in keiner Weise mit denen von früher vergleichbar sind, stellte man immer die beiden Hersteller gegenüber. Zum Schluss wartete der Vorsitzende mit einem besonderen Highlight auf, als er einen Traktor des Baujahrs 1938 den Zuschauern vorstellte. Zum Abschluss des Festtages spielte die Blaskapelle „Edelweiß“ für die Besucher auf. Seitens der Verantwortlichen zeigte man sich mit dem Schleppertreffen rundum sehr zufrieden.